28.Mai 2011

Apostelkirche - anno 1979


Im Herbst 1979 zogen wir von Leverkusen nach Miesbach. Wir besuchten die Gottesdienste unserer neuen Gemeinde und konnten nur geringe Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Gemeindegliedern und Akzeptanz für neue Ideen feststellen. Ich empfand verschiedene Dinge, z.B. „Kniekissen beim Abendmahl“, als merkwürdig.

Die Kniekissen beim Abendmahl verlängerten die Austeilung, da nur max. acht Personen jeweils teilnehmen konnten, und es mussten immer Hilfen zur Verfügung stehen, die älteren Menschen wieder „auf die Beine“ halfen.
Die Kissen verschwanden in meiner ersten KV-Periode und wurden nur für besondere Anlässe, wie Trauungen oder
Ko n f i r m a t i o n e n hervorgeholt.
Bei einem normalen Abendmahl versammelten wir uns in einem kleinen Kreis vor dem Altar, später haben wir den Altar nach vorn gerückt, das „Freundbild“ an die Chorwand gehängt und so konnten wir uns in einer oder maximal zwei Austeilungen um den Altar versammeln, wie es heute noch üblich ist.

Ich empfand verschiedene Dinge, z. B. „Gemeindebrief per Post“ als merkwürdig.
Der Gemeindebrief bestand aus Gewichtsgründen aus zwei A4-Seiten und wurde mit der Post versandt (Kosten pro Sendung ca. 325 DM). Wir haben dann gemeinsam mit dem Pfarrer z. A., dem Ehepaar Oswald und anderen eine Gemeindebriefverteilaktion ins Leben gerufen. Dabei entstand ein sehr viel umfangreicherer Gemeindebrief, der im Anfang selbst geschrieben, abge-zogen, geheftet und gemeinsam verteilt wurde. Als Gegenleistung erbaten wir zweimal im Jahr einen Betrag von je 100 DM für den Mitarbeiter-Tag. Dies ist der Ursprung des heutigen „Dankeschön-Nachmittags“ für die Ehrenamtlichen.
Ihr
Dr. Horst Schulz
18 Jahre im Kirchenvorstand,
15 Jahre Kirchenpfleger