26. November 2011

Diakonie Oberland

  Die Ökumene - Einheit und nicht Einheitlichkeit

Die Ökumene in Miesbach erlebt zurzeit eine erfreuliche Neubesinnung. In regelmäßigen gemeinsamen Dienstgesprächen ca. alle 2 Monate stimmen sich die evangelischen und katholischen Seelsorgeteams eng miteinander ab und vereinbaren eine geschwisterliche und sichtbare Zusammenarbeit bei ausgewählten Veranstaltungen. Kern der Ökumene in Miesbach ist die Gebetswoche zur Einheit der Christen jedes Jahr im Januar. Die Woche wird von den ehrenamtlichen Ökumene-Ausschüssen der beiden Pfarreien gemeinsam mit den beiden Seelsorgeteams vorbereitet. Die Programmplanung für 2012 steht schon. .[Programm der Gebetswoche]

Darüber hinaus ist das ökumenische Miteinander das ganze Jahr über sichtbar:

Bei aller guten Zusammenarbeit bleibt natürlich jedem Ökumene-Partner die Freiheit, eigene Schwerpunkte zu setzen. Einheit muss nicht Einheitlichkeit bedeuten, sondern kann auch Einheit in Vielfalt sein. So setzen z.B. die katholische und evangelische Gemeinde unterschiedliche Schwerpunkte beim Totengedenken an Allerheiligen bzw. am Ewigkeitssonntag. Gegenseitiger Respekt vor dem jeweils Anderen ist Grundlage jeder guten Partnerschaft. Die Ökumene lebt bei uns vor allem von dem guten Miteinander der Menschen vor Ort – egal von welcher Konfession: vom gemeinsamen Engagement, vom gegenseitigen Verständnis und Respekt und auch von der Freude, die die ökumenisch Engagierten bei ihrer Zusammenarbeit haben. Nicht das Trennende ist zu betonen, sondern das Verbindende. In Miesbach wird das schon sichtbar.

Anika Sergel-Kohls und Erwin Sergel